FCZ Fanclub 1896

JHV und Jahresberichte

Die JHV 2021 findet leider auch

nur wieder elektronisch statt. 

 

Jahresbericht des Präsidenten 2020 / 2021

Fanclub-Rückblick

Wir trauern um unser ältestes Vereinsmitglied: Emil Rathgeb ist wenige Wochen vor seinem 80. Geburtstag von uns gegangen. Der gesamte Vorstand wünscht den Angehörigen viel Kraft in dieser schweren Zeit. Wir alle werden Emil am Stammtisch, im Stadion oder an privaten Anlässen sehr vermissen.

Seit über einem Jahr grassiert der Covid-19-Virus, alias Corona, weltweit. Dieser verflixte Virus hat unser aller Leben beeinträchtigt.
Den Umständen (leider) zu verdanken, habe ich den Jahresbericht stets gewissen Aktualitäten angepasst. Folglich hier die aktuellsten negativen News rund um unseren Fanclub: Der Schlachthof ist Konkurs!
Wie bei vielen Gastronomen landesweit, machte der Lockdown-Beschluss auch nicht vor unserem Stammlokal halt. Es ist anzunehmen, dass in absehbarer Zeit ein Nachfolger die Pacht übernimmt. Aber ehrlich gesagt, tut mir vor allem Hänse sehr leid, da er quasi im Alleingang den Schlachthof für uns geschmissen hat. Wir hoffen, dass Hänse sehr bald wieder ein Lokal findet, wo er seine Passion ausleben darf.
Auch mich hatte der Virus heimgesucht. Nach einem mittelschweren Verlauf war ich nach ein paar Wochen wieder fit. Amüsant waren die Tage in Quarantäne jedenfalls nicht. Ich erspare mir übrige Spekulationen rund um Corona.
Auch beim FC Zürich wurde Kurzarbeit eingeführt, das Museum musste schliessen und gewisse Stellen wurden wegrationalisiert. Um dem FCZ unsere Unterstützung auch ohne die Stadionbesuche zu signalisieren, spendeten wir vom Fanclub dem FC Zürich den Betrag von Fr. 1896.-. Zwar eine erhebliche Summe für unseren kleinen Verein, aber ohne den FCZ existiert auch unser Fanclub nicht. Ein Geben und Nehmen war schon immer unser Credo und in solchen Zeiten umso wichtiger, dass man noch etwas mehr zusammenrückt. Die Freude über unsere Solidaritätsaktion war beim Präsidentenpaar Canepa riesig – eine gelungene Idee!

Unser Fanclub-Leben nahm nach dem ersten Lockdown 2020 wieder gewisse Normalität an. So trafen wir uns endlich wieder im Schlachthof, um gemeinsam in die neue Saison zu starten und führten zudem auch den traditionellen Bierfritz-Event im Oktober durch. Doch die Corona-Fallzahlen blieben hoch. In weiser Vorausahnung haben wir damals entschieden, das jährliche Kegeln ausfallen zu lassen. Ebenfalls fand kein Dezemberjassen statt und auch das stets gut besuchte Fanclub-Jahresessen fiel leider Covid-19 zum Opfer.

Kaum durften wieder Fans in die Sportstadien (mit gut durchdachten und funktionierenden Konzepten) wurden diese bald wieder für Zuschauer geschlossen. So blieb uns erneut nur die gute alte Stube, um im TV den FCZ live zu verfolgen. Immerhin war es uns noch möglich, beim Bierfritz eine ordentliche Vorstandssitzung abzuhalten. Bei dieser haben wir beschlossen, den Vorstand aufs kommende Vereinsjahr aufzustocken. Da wir längerfristig planen und zukünftige Mutationen im Vorstand frühzeitig durch gute Besetzungen auffangen wollten, sind gleich drei Neuwahlen geplant: Stephan Kälin, als langjähriges Mitglied und stets präsent an den FCZ-Spielen, fühlt sich geehrt, bei uns mitzuwirken. Nicola Burri, der Vollblut-FCZ-Fan, welcher nur zu gerne frischen Wind in den Vorstand bringen möchte und Thomas Mathis, der Zahlen-Affine, welcher mittelfristig Gabriela mit den Finanzen entlasten soll.

Alle drei sind gerne bereit, im Vorstand mitzuwirken und wir vom Vorstand freuen uns – sofern sie alle gewählt werden – auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit ihnen.


Aufgrund der immer noch anhaltenden restriktiven Beschlüsse des BAG’s, findet auch im 2021 unsere ordentliche Jahreshauptversammlung nicht in physischer, geselliger Form statt – hoffentlich das letzte Mal. Immerhin trafen wir uns in Oberdürnten bei Charbon’s zu einer geselligen Vorstandssitzung. Der aktuell bestehende fünfköpfige Vorstand sowie die wohl bald mitwirkenden neuen Kräfte erschienen allesamt. In gemütlicher Atmosphäre wurde diskutiert, gelacht und gegessen. Es tat allen sichtlich gut, sich endlich wieder einmal unter normalen Bedingungen treffen zu können.

Unsere Homepage läuft immer noch wunschgemäss, doch auch wir modernisieren uns: Seit Mitte Oktober sind wir neu auf Instagram.  Danke Flo, für diesen weiteren progressiven Schritt und deine Arbeit. Auch wenn es lange Zeit schwierig war, etwas auf der Page zu platzieren (da ja es ja weder Events noch Livespiele gab), so erfreute uns Flo mit einer gelungenen Reprise von vergangenen Anlässen auf der Homepage.


Rückblick zum FCZ – Sportlicher Teil


Der FCZ bleibt in der Super League! Schön, aber eigentlich mehr als nur peinlich, dass man mit diesem Team lange Zeit (fast) ganz unten war!

Noch vor dem eigentlichen Meisterschaftsstart spielte der FCZ sein Cupspiel beim unterklassigen FC Chiasso, welcher im Übrigen auch noch Tabellenschlusslicht war. Der FCZ unterlag dort mit 2:3 und schied damit vorzeitig aus dem Cupwettbewerb aus – nur peinlich!

Also nun mit vollem Fokus auf die Meisterschaft und selbstverständlich noch mit Ludo Magnin auf der Bank, musste der FCZ ausgerechnet beim Meister YB antreten. Nach einer animierten Partie und guter Leistung verlor der Stadtclub leider unglücklich mit 1:2. Es folgte zuhause ein 2:2 Remis gegen den starken FC Lugano. Mit zwei Spielen und einem Punkt ging es nach Lausanne, wo eigentlich ein Sieg fast schon Pflicht war! Der FCZ ging sang- und klanglos mit 0:4 unter! Diese deftige Niederlage besiegelte auch das Trainerschicksal von Ludovic Magnin. Gemäss Ancillo Canepa realisierte auch Ludo, dass das Team einen neuen „Groove“ braucht – man trennte sich also in „gegenseitigem Einvernehmen“.

Vielen Dank Ludo für dein unermüdliches Engagement und deine Leidenschaft für unseren FCZ! Wir wünschen dir noch viele Erfolge auf deiner weiteren Trainerlaufbahn.

Interimistisch kam Massimo Rizzo zur Cheftrainer-Ehre. Er arbeitet schon viele Jahre beim FC Zürich und ist somit für viele kein Unbekannter.  Eine wirtschaftlich nachvollziehbare Lösung, wenn man die aktuelle finanzielle Situation in Betracht zieht. Gemäss Cillo waren an die 50(!) potenzielle Trainer am FCZ interessiert. Einige renommierte Namen, aber auch viele Unbekannte darunter.  Sportlich gesehen war es wohl wichtiger, dass einfach neuer Wind in der ersten Mannschaft wehte.

Evtl. kam der erste Gegner für Rizzo’s Einstand nicht ungelegen? Der FCZ gastierte im Ländle beim FC Vaduz. Nach überzeugender Leistung siegte der FCZ mit 4:1. Es folgten zwei Heimsiege gegen Basel und Luzern und danach ein 2:2 im Tourbillon beim FC Sion. Der FCZ war das Team der Stunde! Vor allem der frische Offensivfussball machte wieder viel Freude als Fan, zumal die Resultate auch noch stimmten. Danach verflog die Anfangseuphorie etwas, da die positiven Auftritte nachliessen – damit verbunden auch die Resultate.
Schade war, dass man in den beiden letzten Heimspielen vor der Winterpause (gegen Servette und Sion) nur gerade einen Punkt holte. Ansonsten hätte der FCZ, in der sonst schon ausgeglichenen Liga, auf Rang Zwei überwintert. Hätte, wenn und aber... zumindest verabschiedete sich der Stadtclub von den Abstiegsrängen.
Der FC Zürich ging somit als Vierter, zusammen mit drei anderen Teams, in die kurze Winterpause. Wobei wegen den vielen Corona-Ausfällen nicht alle Teams gleich viele Spiele absolviert hatten. Aufgrund der durchaus ansehbaren Resultate und Auftritte des FCZ, wurde mit Massimo Rizzo vorzeitig verlängert.

Die Rückrunde begann für den FCZ gleich mit dem Klassiker auswärts beim FC Basel. Der Rückkehrer, oder nach Canepa auch „verlorene Sohn“ Blerim Dzemaili, spielte eine zentrale Rolle im Mittelfeld. Der FCZ siegte souverän mit 4:1! Dieser FCZ machte Lust auf mehr – und nun kam auch noch der Aufsteiger aus Vaduz nach Zürich. Alle dachten wohl, nach dem Baselsieg: „Ein leichtes Spiel!“. Weit gefehlt! Der FCZ spielte schwach und unterlag verdient mit 0:1.

Nach einem starken Auftritt in der Ostschweiz siegte der FCZ beim
FC St.Gallen mit 3:2. Der schlechte Vaduz-Heimauftritt war somit gleich wieder wettgemacht.  Es gastierte nun der Meister aus Bern in Zürich. Es setzte eine diskussionslose 1:4 Niederlage für den Stadtclub ab. Okay, gegen YB darf man verlieren und es folgte ja gleich wieder die Möglichkeit, sich in Vaduz zu rehabilitieren. Leider unterlag der FCZ im „Ländle“ erneut dem FC Vaduz, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Vor allem die sich stetig wiederholenden Äusserungen in den anschliessenden Interviews: „Wir haben nicht das gebracht, was wir könnten...“, „irgendwie waren wir nicht ganz bereit...“,„dies war eine schlechte Leistung vom jedem...“ usw. Schön, diese Einsicht, aber irgendwann müssten sich die guten Vorsätze ja auch mal in Zählbares ummünzen lassen? Es fehlte dem FCZ ganz klar die Kontinuität – spielerisch, wie auch resultatmässig. Eigentlich schade, da man mit ähnlichen Auftritten wie in Lugano, Basel oder St.Gallen wohl ganz vorne mitspielen könnte. Unerklärlich jedoch, wie man dann wieder zweimal gegen Vaduz (nicht despektierlich gemeint, liebe „Ländle-Kicker“) verlieren kann? Cillo’s Anspruch an die Mannschaft, ein europäischer Rang, konnte so nicht mehr angestrebt werden.

Symptomatisch für dieses Auf und Ab war der folgende 2:0 Heimsieg gegen den FC Basel. So ging es munter weiter. Die Frage nach dem Meistertitel konnte an sich bereits ¼ vor Schluss der Meisterschaft beantwortet werden. YB lag nach 27 Spielen bereits 21 Punkte vor dem Zweitplatzierten. Dafür lagen zwischen dem Zweiten und dem Achten nur gerade sieben Zähler. Auch am Tabellenende schien es nur zwei Teams zu geben, welche sich um den Barrage-Platz stritten: Sion und Vaduz. Auf den Punkt gebracht, wer vermag wohl den direkten Abstieg noch vermeiden?

Einige Spieltage später war YB definitiv erneut Schweizer Meister und der FCZ seit sieben Spielen nicht mehr siegreich. Es resultierten lediglich drei mickrige Punkte von 21 möglichen. So lag man fünf Spieltage vor Schluss nur noch zwei Punkte vor Vaduz (Barrage-Platz) und empfang diesen Gegner noch am letzten Spieltag – Erinnerungen wurden wach!


Der FCZ feiert sein 125jähriges Bestehen – blieb zu hoffen, dass die geplante Festivität nicht in einem Abstiegsfiasko enden würde...
Im darauffolgenden Heimspiel gegen Lugano konnte der FCZ endlich wieder einmal einen Sieg einfahren. Der Stadtclub siegte mit 3:0, auch wenn zwei Var-Penaltys mit dabei waren. Leider verpasste es die Mannschaft in den beiden darauffolgenden Partien den Ligaerhalt perfekt zu machen. Der FCZ vergeigte gegen Lausanne wie auch gegen St.Gallen jeweils eine 2:0 Führung (Schlusstand zweimal 2:2). Grobfahrlässig!
Der desolaten Vorstellung in Basel, wo man gleich mit 0:4 unterging, konnte man am Ende lediglich etwas Positives abgewinnen: Die frohe Botschaft von den anderen Spielen – Sion und Vaduz verloren ihre Spiele. Dadurch schaffte der FCZ einen Spieltag vor Schluss den Ligaerhalt.  Der FC Vaduz steigt definitiv ab, dafür (leider) müssen wir GCN wieder ertragen – wahrlich, ein schlechter Tausch! Der FC Sion bleibt erstklassig. Die Walliser setzten sich in der Barrage gegen den FC Thun durch.


Augenfällig ist, wie abhängig der FCZ von einigen wenigen Akteuren ist.
Wenn das Kreativ-Element Marchesano nicht seine Tagesform erreicht und der verletzungsanfällige Dzemaili nicht spielt, so fehlen Ideen nach vorne wie auch die nötige Stabilität im Mittelfeld. In der Abwehr ist die Lage noch viel dramatischer. Seit dem Ausfall von Sobiech war es für die Gegner oft ein Leichtes, die Abwehr zu knacken. Abwehrturm? Fehlanzeige! Klassische Innenverteidiger? Nur auf dem Papier! Ich bin es allmählich leid, alljährlich zu erwähnen, woran es in der Mannschaftszusammensetzung mangelt.
Dieses Team hat – objektiv betrachtet – nicht das Potential, um vorne mitzuspielen. Es bedarf einige „Umbauten“ im sportlichen wie auch operativen Bereich. Ein erster Schritt und hier brandaktuell notiert: „Der FCZ trennt sich von Massimo Rizzo!“. Meines Erachtens der richtige Entscheid. Rizzo ist ein sehr guter Ausbildner-Trainer. Es würde mich nicht überraschen, wenn er dem FCZ erhalten bleibt. Danke Massimo!
Man darf gespannt sein, wer seine Nachfolge antreten wird?
Damit ist es jedoch noch längst nicht getan. Die Clubführung muss eingestehen, dass die sportlichen Geschicke den Fachleuten überlassen werden sollten. Diese Einsicht scheint zumindest gegeben, denn gemäss Canepa werde man einen grösseren Umbruch in Angriff nehmen.


Zum Abschluss nochmals etwas Persönliches: Ich stelle mich sehr gerne für ein weiteres Amtsjahr als Fanclub-Präsident zur Verfügung. Nach nunmehr acht Jahren (seit 2013) walte ich mit bestem Wissen und Gewissen dieses Amtes. Wohlüberlegt denke ich, dass es Zeit wird, für einen Führungswechsel. Wir haben dies im Vorstand stets offen diskutiert. Ich werde also – sofern wiedergewählt – in einem Jahr als Präsident zurücktreten. Ausblickend freue mich auf das kommende Vereinsjahr.

Ich wünsche euch weiterhin alles Gute und hoffe auf baldiges Wiedersehen.

Mai 2021

Der Präsident
Roger Charbon

 

Jahresbericht des Präsidenten 2019 / 2020

Fanclub-Rückblick

Mit einer seit Jahren konstanten Mitgliederanzahl um die 50 haben wir das 12. Vereinsjahr gut begonnen. Kaum jemand ahnte damals auch nur im geringsten, was im 2020 noch alles auf uns zukommen sollte.  Doch dazu etwas später...
Rückblickend war der wieder durchgeführte Pfingstgrill-Anlass sehr gut besucht, auch wenn dieses Mal das Wetter nicht perfekt war. Für alle, welche sich noch einmal daran erfreuen möchten... die Bilder dazu..
Danach freuten wir uns auf die Sommerferien und natürlich auf die neue FCZ-Saison – wenn auch ohne Derbys smile

Am meistens gut besuchten Stammtisch im Schlachthof vor den FCZ-Heimspielen wurde (aufgrund der sportlichen Situation beim Stadtclub) Cheftrainer Ludovic Magnin immer mehr zum Thema (siehe sportlicher Teil). Zwischenzeitlich freute man sich mehr auf das gesellige Zusammensitzen am Stammtisch, als auf das danach Gebotene im Stadion.


Selbstverständlich folgte im Herbst auch wieder unser Ausflug nach Dändlikon zum Bierfritz. Es war wie immer sehr gemütlich und ging amüsant zu und her. Wer tatsächlich noch nie beim Bierfritz mit dabei war, sollte dies unbedingt mal nachholen. Welcher Fussball-Fanclub hat schon einen Bierbrauer unter seinen Mitgliedern? Und was für Biere! Bilder dazu...

Im November kegelten wir wieder einmal um die Wette. Im gemütlichen Restaurant zum Bachtel, am Fusse des gleichnamigen Hügels, gewann Marcel Abegg verdientermassen den Pokal (siehe Bericht auf der Page).
Nach mehreren Anläufen konnte im Dezember 2019 endlich einmal das Fanclub-Jassen durchgeführt werden. Mit fünf Jassern war es zwar auch nicht sonderlichen gut besucht, aber immerhin konnte gespielt werden. Organisator Flo gewann das Jassen, welches im Schlachthof stattfand. Interessant auch deshalb, da wir ausserhalb der Saison mal in den Genuss der gesamten Speisekarte kamen. Während den Spielen sind wir ja immer nur der Matchkarte ausgeliefert, welche meiner Meinung nach mal eine kreative Auffrischung nötig hätte...

Sicher auch ein Grund, warum wir erwägen, das Neujahrsessen mal an einem anderen Ort abzuhalten – sicher nicht wegen „Hänse“! Einige tolle Restaurants im Kanton Zürich oder in der Stadt selber kommen dafür in Frage. Natürlich werden wir bei der Wahl auf eine gute Verbindung mit dem ÖV achten.

Eine Fussballreise nach Hamburg wurde ebenfalls wieder angeboten (merci Flo!). Leider war die Resonanz nicht sehr gross, was aber auch mit dem erst sehr spät definierten Spieltag zusammenhing – zunächst. Wegen der Corona-Krise wurde logischerweise dieser Event hinfällig.

Es freut mich, dass vermehrt Fanclub-Mitglieder an den „swim4life“ Anlässen anzutreffen sind – sei es als Zuschauer oder sogar als aktive Teilnehmer. Eine tolle Sache, die da „Löi“ ins Leben gerufen hat. Eine Doppelmitgliedschaft „1896-Swim4Life“ ist übrigens erlaubt. smile

Durch unsere Präsenz an diesen Events lassen wir den oft negativ befallenen Ruf des Fussballfans zudem in einem anderen Licht erscheinen, was ich als sehr wichtig  erachte. Just in dem Moment, als ich meinen Jahresbericht beenden wollte, sind „Löi“ und Jasmina glückliche Eltern einer Tochter geworden – herzliche Gratulation zu Alina Mia! Anmerkung der Redaktion: Drei Tage später wäre der 13.Mai gewesen... klingelts?

Es scheint schon fast selbstverständlich, dass unsere Homepage reibungslos funktioniert. Dem ist nicht so. Nur dank der permanenten zeitintensiven Arbeit von Flo können wir euch und der Welt diese tolle Website zur Verfügung stellen. Ich besuche unsere Page fast täglich, wäre schön, wenn auch ihr euch dort vermehrt verweilt... Einmal mehr: „Vielen Dank Flo!“

Die geplante Jahreshauptversammlung auf Ende Mai mussten wir zwangsläufig absagen. Da im Vorstand jedoch fast alles unverändert bleibt, spielte dies nicht eine so grosse Rolle. Der Vorstand wird sich geschlossen für ein weiteres Jahr zur Wahl stellen, die tiefen Mitgliederbeiträge werden gleich bleiben und an der bewährten Form der Saisonkarten-Vergabe halten wir ebenfalls fest.

Jedoch freut es mich, dass wir mit einem brandneuen Fanclub-Artikel aufwarten können – ein Fanclub-Hoodie! Nebst den äusserst beliebten Poloshirts eine weitere Augenweide in hochstehender Qualität.

 

Rückblick zum FCZ – Sportlicher Teil

Leider war die Anfangseuphorie nach dem schlechten Saisonstart rasch verflogen. Der FCZ verlor zuhause gegen Lugano mit 0:4, spielte in Luzern 0:0 und verlor in Sion mit 1:3. Damit musste gegen Xamax unbedingt ein Sieg her! Der FCZ spielte 2:2 – der Trainer blieb. Es schien danach fast so, als ob Ludo immer im richtigen Moment „gewinnen“ konnte, um seinen Kopf zu retten. Man schlug danach nämlich St.Gallen mit 2:1 und „alles“ war wieder gut. Ja, die Spiele waren extrem unterschiedlich: Der FCZ verlor dreimal mit 0:4 (zweimal gegen YB und in Basel) schlug dann aber Thun und siegte in Genf beim überraschenden Aufsteiger Servette mit 1:0.  Es kam noch besser, der FCZ besiegte den FC Basel zuhause mit 3:2, was in meinen Augen damals immer noch der positive „Turningpoint“ war. Man ging danach im Cup in Bern zwar wieder mit 0:4 unter, siegte aber inkl. dem erwähnten Baselspiel sechsmal in sieben Spielen. Die einzige Niederlage war zuhause ein 0:5(!) gegen Servette – eben; auf und ab...

Durch diese Siegesserie überwinterte der FCZ auf dem vierten Tabellenplatz, fünf Punkte hinter „Europa“ und auch nur deren acht hinter dem Leader aus Bern. Sollte man ähnlich gut aus den Startlöchern kommen, dann läge nach ganz vorne sogar noch einiges drin... läge.
Etwas erstaunlich, dass man in der Winterpause – anstelle von schlagkräftigen Zuzügen – mit Cheftrainer Ludovic Magnin um weitere zwei Jahre vorzeitig verlängerte. Die Idee dahinter war sicher, dass der Trainer in Ruhe arbeiten kann, umgekehrt hätte man aber auch die ersten Spiele der Rückrunde abwarten und analysieren können, um dann weiter zu entscheiden.

Der FCZ startete grauenhaft in die Rückrunde: Man verlor zuhause gegen Luzern mit 2:3, spielte in Sion 1:1 und ging daheim gegen Basel 0:4 unter. Unglaublich, wie nicht-präsent der FCZ jeweils zu Spielbeginn war. Danach ging es nach Genf, zum frei aufspielenden Aufsteiger Servette. Der FCZ verlor auch dort gleich mit 1:4 – traurig, der FCZ ist die Schiessbude der Liga! In 22 Spielen kassierte man 44 Gegentore!
Der Trainer durfte weiter wursteln...
Als nächstes gastierte Neuenburg Xamax im Letzigrund. Ein wegweisendes Spiel – auch für den Trainer? Bei einer Niederlage müsste man sich wohl nicht nur die Europacup-Plätze abschminken, nein sogar auch in Richtung Barrage-Platz aufpassen. Wahnsinn, hatte man doch in der Winterpause noch deren 16 Punkte Vorsprung auf den besagten vorletzten Rang. Es lief auf ein bescheidenes 1:1 heraus, was beiden Teams nicht wirklich weiterhalf – und dann kam der Corona-Virus!

Übertriebene versus weitsichtige Massnahmen in der Schweiz. Der Bundesrat verbot sämtliche Grossanlässe (OK, GCN würde es nicht gross betreffen wink ) vorerst bis Mitte März. In der Bundesliga wurde munter weiter gekickt. Es stellte sich berechtigt die Frage, warum wir Schweizer wieder mal übervorsichtig reagierten? Oder aber ob Deutschland den Virus völlig unterschätzte? Es war rasch absehbar, dass das verhängte Verbot verlängert würde – katastrophal für viele Vereine. Hockeyplayoffs als Geisterspiele?! Horrorszenario für jeden Hockeyfan. Und sportlich? Gibt es einen Meister bzw. Absteiger? Fragen über Fragen. Aus persönlicher Sicht hätte man zu diesem Zeitpunkt sämtliche Wettbewerbe stoppen können: St.Gallen wäre Meister und GCN bliebe zweitklassig. Nein logisch, dass dies sportlich gesehen nicht fair gewesen wäre. Im Eishockey entschied man sich, die Saison per sofort zu beenden – ohne einen Meister zu erküren sowie ohne Auf-Absteiger. Glück gehabt SCB!

Es kam weltweit noch viel schlimmer. Unsere kleinen, sportlichen Sorgen wurden wohl überall viel wichtigeren Dingen untergeordnet. Fast täglich änderten sich die Massnahmen, da auch die Infektionszahlen rasant anstiegen. Die Welt, Europa und die Schweiz stand still...


Ihr konntet selber die Nachrichten und TV-Spezialsendungen zum Corona-Virus mitverfolgen, darum möchte ich hier nicht mehr weiter ausführen. Ich hoffe jedoch sehr, dass es euch und euren Lieben allen gut geht und dass wir bald wieder einem gewohnten Alltag – wenn auch etwas anders und sensibilisierter – nachgehen können.

Mein sportlicher Vorschlag für die Fussballschweiz, da das Virusproblem sich wohl weniger rasch entschärft: Im Herbst die Rückrunde angehen und bis Frühling zu Ende spielen. Dann hätte die Fussballsaison für einmal zwei Jahre gedauert (2019-2021). Man entschied dann, die Saison in der Schweiz, wie auch in vielen anderen Ländern, fortzusetzen. Zunächst natürlich mit Geisterspielen.  Gespannt sein darf man, welche finanziellen Auswirkungen die Corona-Krise auf die Proficlubs haben wird? Ancillo Canepa sprach von einem möglichen finanziellen Desaster, ja nahm sogar das Wort „Konkurs“ in den Mund. Andererseits würde es dann wohl weit mehr als die halbe Liga treffen, was ich mir kaum vorstellen kann. Sicherlich müssen wohl hie und da wieder etwas kleinere Brötchen gebacken werden und noch mehr auf junge Talente gesetzt werden.

Auch ohne Corona-Break hier noch ein paar Zeilen zum FCZ.

Bei FCZ scheint man seit Jahren die gleichen Fehler zu begehen. Man testet oft gegen zweitklassige Teams und überbewertet dann diese Resultate bzw. Auftritte der Spieler. Seit Jahren vermerke ich in meinem Jahresbericht, dass ein gesunder Mix aus jungen Talenten und erfahrenen Routiniers wegweisend sind. Der FCZ baut zwar junge Spieler ein, doch entweder werden diese verheizt, heben nach einem guten Spiel gleich ab oder aber dürfen nur sporadisch ran, was zu einer grossen Unsicherheit führt. Und wirst du endlich mal aufgeboten, ist der Druck des Spielers auch auf den Rängen fast spürbar. Mir fehlen zwei gestandene Spieler auf jeder Position, um endlich mehr Stabilität in die Mannschaft zu bringen. Das bringt zwar Investitionen mit sich, aber in der Vergangenheit wurden die Gelder zum Teil fast schon fahrlässig ausgegeben (Popovic, Ceesay...)

Ausblickend bin ich froh, dass der SFV bzw. die Clubverantwortlichen sich gegen eine Aufstockung der Schweizer Liga ausgesprochen haben. Unsere Liga ist spannend genug. St.Gallen zeigt, dass es durchaus möglich ist, mit den zwei „Grossen“ aus Bern und Basel mitzuhalten. Dies sollte uns FCZ-lern doch Mut machen?!


In diesem Sinne weiterhin alles Gute und gute Gesundheit.

 

Mai 2020

Der Präsident
Roger Charbon