FCZ Fanclub 1896

Jahresberichte

Jahresbericht des Präsidenten 2017 / 2018

Cupsieger 2018! Herzliche Gratulation zum 10. Cuperfolg!

 

Fanclub-Rückblick

Nach unserem Highlight – dem 10jährigen Jubiläum – sind wir fanclubmässig gut ins neue Vereinsjahr gestartet. Der erste Event nach dem grossen Anlass war beim Bierfritz. Leider wurde der gesellige traditionelle Ausflug zum Fritz nach Dändlikon von seiner privaten Situation mit seiner Mutter überschattet. Einige Wochen nach unserem Besuch beim Bierfritz verstarb seine Mutter, welche viele von uns auch persönlich gekannt hatten. An dieser Stelle möchte ich nochmals ganz herzlich unsere Anteilnahme ausdrücken.

Im November kegelten viele von uns im Zürcher Oberland wieder um die Wette. Trotz einiger gewichtiger Absenzen verlief das Kegeln spannend bis zum Schluss. Mit unserem nächsten Kegel-Event werden wir das Dutzend vollmachen! Ja, das Kegeln ist (wie der Bierfritz) fix im Fanclub-Jahresplan verankert. Auch an der Tradition des alternierenden Standortwechsels (ZH Stadt vs. ZH Land) werden wir festhalten.

 Den Pfingstgrill-Anlass haben wir dieses Jahr nicht geplant. An der letzten Vorstandssitzung haben wir beschlossen, dass es im kommenden Jahr wieder eine Fortsetzung des über lange Zeit sehr beliebten Familien-Grillierens geben wird. Informationen werden folgen...

Das Dezember-Jassen erfolgte wiederum in kleinem Rahmen, was der Stimmung der vier Jasser jedoch keinen Abbruch tat. Auch dieses Jahr mischen wir die Karten neu – evtl. ja mit einer höheren Beteiligung?


Aufgrund des 10jährigen Fanclubjubiläums haben wir mehrfach kommuniziert, dass es anstelle einer Auslandreise eine CH-Reise geben wird. Für mich ist nur schwer nachvollziehbar, dass sich von den insgesamt 50 Mitgliedern nur gerade mal deren 4(!) dafür angemeldet haben. Umgekehrt reisen einige unserer Mitglieder an diverse Fussballspiele ins Ausland... tja. Immerhin sollte dadurch das Wissen über lohnenswerte Spielorte vorhanden sein, so dass einer zukünftiger Ausland-Fanreise nichts im Wege stehen sollte – also bitte nur noch organisieren.

 Das neue Erscheinungsbild unserer Homepage erfreut nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch Vereins- und Medienschaffende. Gemäss Rückmeldungen dieser Personen, stossen sie oft zuerst auf uns, da sie die Homepage überzeugt hat – merci einmal mehr Flo für deine grosse Arbeit!

Die Vergabe der Saisonkarten hat sich auch in der aktuellen Saison nach bestehendem System bewährt. Solange wir die Karten vom FC Zürich erhalten, werden wir das Prozedere wohl kaum merklich ändern. Hier sei nochmals erwähnt, dass wir mit den Einnahmen die FCZ-Junioren unterstützen.

Was mir je länger je mehr die Freude am CH-Fussball nimmt, sind die immer öfter auftretenden Gewaltakte und Scharmützel diverser Gruppierungen. Vor grossen Spielen (GCN, Basel, YB) meiden viele von uns das Stammlokal Schlachthof und kommen individuell (wenn überhaupt) an diese Spiele. Welche Rolle dabei die Vereine, die Polizei oder die Sicherheitsleute im Stadion innehaben, ist den eben Genannten wohl auch nicht immer ganz klar. Solange man Krawallbrüder schützt und Bilder (Datenschutz!) verpixelt, sehe ich kein Licht am Horizont.

Nachdem wir den gelungenen Wechsel im Vorstand (Finanzen) von Michèle zu Gabriela vollzogen haben, bahnt sich eine weitere Veränderung im Vereinsvorstand an: Vizepräsident Alex Hermann wird nach 11jähriger Amtsdauer aus dem Vorstand zurücktreten. In dieser Zeit habe ich die Zusammenarbeit mit Alex sehr geschätzt. Seine Sichtweise war oftmals wohl überlegt und nicht primär aus der Fan-Perspektive, was nicht selten längere aber äusserst zielführende Schlussfolgerungen zur Folge hatte.
Als Mitgründer des FCZ-Fanclubs 1896 und Hauptverfasser der ersten Vereinsstatuten lassen wir Alex Hermann nur ungern ziehen. Seinem Entscheid liegen berufliche und private Gründe vor, was wir durchaus verstehen können.
Vielen Dank Alex für deine langjährige Mitarbeit bei uns im Fanclub!

Gleichzeitig freuen wir uns, mit Alexandra Kuhn eine äusserst kompetente und innovative Neubesetzung für den Vorstand an der JHV vorzuschlagen. Ob und wie die Vorstandsbesetzung in den nächsten Jahren aussehen wird, ist noch unklar. Flo und ich sind ebenfalls seit der Gründung mit dabei, Martin Egger ebenfalls schon einige Jahre.
Aus gesundheitlichen Gründen wird es das letzte Amtsjahr von Martin sein. Weitere Wechsel werden in naher Zukunft zwangsläufig erfolgen, jedoch immer bedacht auf das Fanclub-Wohl und einen gesunden Weiterbestand des Vereins.

 


Rückblick zum FCZ – Sportlicher Teil


Wie bereits vor einem Jahr prognostiziert, konnte der FCZ lange Zeit vorne mitspielen, ja lag sogar nach den ersten Runden auf Rang Eins. Man spürte, dass die Mannschaft als Aufsteiger so richtiggehend befreit aufspielen konnte. Die Auftritte zu Saisonbeginn waren erfrischend und bereiteten viel Freude. Dann folgten einige „dumme“ Punktverluste und man avancierte zum Remiskönig der Liga – seit der Dreipunkteregelung leider zu wenig, um sich ganz vorne zu etablieren.
Der Nicht-Wechsel-Rummel rund um Dwamena brachte einige Unruhe in den Verein und setzte dem Stürmer arg zu. Er fand lange Zeit nicht mehr zu seiner alten Form und war ein Schatten seiner selbst. Da Michi Frey (der zwar immer rackert) ebenfalls eine Torflaute zu beklagen hatte, stagnierte der FCZ (spielerisch wie resultatmässig). Bedauerlich, dass man nicht in der Lage war, die beiden letzten Spiele vor der Winterpause erfolgreich zu gestalten. Es resultierten zwei Niederlagen, zuhause gegen Luzern (1:2) und beim damals letzten Lausanne (1:5!). Mit den durchaus möglich gewesenen sechs Punkten, wäre man am Duo Basel / YB drangeblieben. Die Titelchancen – als erster Verfolger – wären intakt gewesen. Leider alles nur hypothetisch – hätte, wenn und aber...

Warum der FCZ in der Winterpause als einziges Team keinen Transfer tätigte, liess Fragen offen? Die Mannschaft spielte ähnlich unspektakulär wie vor der Winterpause und vermochte kaum zu überzeugen. Von hinten in der Tabelle lauerte keine Gefahr, da man sich in der Vorrunde ein genügend grosses Punktepolster angelegt hatte, nach vorne lag nichts mehr drin, da – primär YB – Sieg an Sieg reihte.

In der Meisterschaft nur Mittelmass, im Cupwettbewerb dafür äusserst erfolgreich. So vermochte man Ende November im Viertelfinal zuhause gegen Thun einen O:2 Pausenrückstand und ein 1:3 zehn Minuten vor Schluss tatsächlich noch in einen 4:3 Sieg zu verwandeln.

Da auch der Vereinsführung aufgefallen war, dass die Auftritte des FCZ eher dürftig waren, entschloss man sich kurz nach der Winterpause, Uli Forte zu entlassen und durch Urgestein Ludovic Magnin zu ersetzen. Nachvollziehbar, aber ein denkbar komischer Zeitpunkt. Ob Magnin das nötige Fachwissen (taktisch) mitbringt, wird sich weisen. Unbestritten ist, dass er mit vollem Engagement bei der Sache ist, wie schon zu seiner aktiven Zeit auf dem Platz. Dass der Verein (im Ausbildungsland Schweiz) vermehrt auf junge Talente setzen will, ist sicherlich ein positives Signal. Mit der Wachablösung im Tor (der junge Brecher für den älteren Vanins) hat der Trainer einen ersten Schritt zur Verjüngung gewagt. Zudem erhielten einige U21-Spieler Profiverträge für die kommende Saison.


Im Halbfinal-Derby – dem wichtigsten Spiel der Saison – siegte der FCZ durch ein Tor in der 92.Minute (wars nicht die 93.? ;-)) durch Cédric Brunner mit 2:1 und stand im Cupfinal.

Dort sollte man am Sonntag 27. Mai auf den grossen Dominator der Saison treffen – die Berner Young Boys. Wir hofften, dass YB nach der Meisterfeier (herzliche Gratulation!) noch etwas im Partyrausch sein würde...
Guten Mutes reisten wir im coolen Party-Bus nach Bern zum Cupfinal.
Warum so zuversichtlich? Der FCZ hat in zehn Finalteilnahmen den Cup neunmal gewonnen! Also 90% Ausbeute – rechne!
Die bisher einzige Finalniederlage resultierte übrigens gegen Lausanne Sports im Jahre 1981 mit einem 3:4 nach Verlängerung. Das angestrebte Double wurde damals also leider verpasst.

Fragwürdig, nein ehrlich gesagt skandalös, dass man erst nach dem Halbfinal YB-Basel den Spielort des Cupfinals bekannt gab – Bern! Hätte der SFV zu Saisonbeginn Bern dafür nominiert, dann wäre das für mich völlig in Ordnung gewesen.

Die Meinungen über den Austragungsort Bern divergieren. Ich bin der Meinung, das Endspiel gehört in die Hauptstadt, jedoch sollte ein Finalspiel nicht auf Kunstrasen ausgetragen werden. In diesem Fall wäre es wohl am sinnvollsten, man (der SFV) legt jeweils für fünf Jahre vorgängig fest, wo der Cupfinal stattfindet.

Das Endspiel: Der FCZ trat sehr dynamisch und selbstsicher auf. Bereits nach elf Minuten erzielte der Ex-YB-Stürmer Michael Frey das 1:0 für den Stadtclub. In der Folge war der FCZ spielbestimmend, YB verdaute den Schock des Rückstandes. Nach ca. 30 Minuten fanden die Berner jedoch immer besser ins Spiel. Eine Top-Chance kurz vor der Pause, machte Thelander spektakulär zunichte. Als Sarr in der 67. Minute mit gelb-rot vom Platz flog, begann die Hoffnung ein wenig zu schwinden. Doch auch in Unterzahl konnte sich der FCZ einige gute Chancen erarbeiten. Marchesano schloss einen Konter in der 75. Minute sehenswert zum 2:0 ab. Wars das? Denkste! YB verkürzte nur fünf Minuten später und leitete damit eine spannende Schlussphase ein. Der FCZ wankte (ein wenig) doch fiel nicht und brachte den Vorsprung über die Zeit – Cupsieger 2018!
Erfreulich waren der frische Auftritt und die geschlossene Mannschaftsleistung. Magnin hatte das Team hervorragend eingestellt.

Wir werden sehen, wie sich die Verjüngungskur beim FCZ entwickeln wird.
Sollten Luzern und St.Gallen ähnlich gut wie diese Saison unterwegs sein, dann dürfte es schwierig werden, sich einen vorderen Platz zu erspielen.  Äusserst interessant verlief der Abstiegskampf. So lagen nach 29 Runden fünf Mannschaften lediglich einen Punkt auseinander. Und auch der vermeintlich gesicherte FCZ (fünf Punkte vor diesem Quintett) tat gut daran – nach vier sieglosen Spielen – wieder mal einen Dreier einzufahren. Diesen realisierte man dann mit einem diskussionslosen 4:0 über den FC St.Gallen. Ein paar Tage danach folgte dann unser CH-Reisli nach Morschach bzw. Luzern. Die vier FCZ-Fans verbrachten ein tolles Wochenende im Swiss-Holiday Park und pilgerten dann via Rütli am Sonntag ans Spiel FC Luzern – FC Zürich. Leider kassierte der FCZ in der letzten Minute noch das 2:1 und somit auch einen herben Rückschlag im Kampf um die Europacup-Plätze. Nach dem spektakulären 3:3 gegen den FC Sion (leider wieder nur 1 Punkt) wurde es wieder eng, das Minimalziel Platz 5 (Europacup-Teilnahme) sicherzustellen. Auch am Mittwochspiel (Runde 34) in Thun vermochte der FCZ nicht zu überzeugen, gewann aber doch mit 1:0, was äusserst schmeichelhaft war. Weil aber der FC St.Gallen Niederlage an Niederlage reihte, löste der FCZ die Ostschweizer nun vom 4. Platz ab. Es folgten noch zwei Runden. Das letzte Heimspiel fand am 13. Mai gegen den FC Basel statt. Exakt 12 Jahre nach dem legendären Meistertitel in Basel, schlug der FCZ den Rivalen vom Rheinknie mit 4:1! Somit fielen sämtliche Entscheidungen in der vorletzten Runde:
YB souveräner Meister, Basel, Luzern und der FCZ europäisch mit dabei und Lausanne steigt nach zwei Jahren wieder in die Challenge League ab. Die Waadtländer werden durch Neuchâtel Xamax ersetzt. Das letzte Spiel in Lugano (1:1) war also ohne jegliche sportliche Bedeutung, sondern ab jetzt lag der Fokus vollends beim anstehenden Cupfinal!

Ausblickend werden wir sehen, ob sich die an der GV des FCZ kommunizierte vorgenommene Marschrichtung – noch intensiver auf den

Nachwuchs setzen – auch mit den präsidialen Visionen „jedes Jahr international vertreten und immer in den Top Drei klassiert sein“ übereinstimmen wird? Hohe Ziele, die sicherlich nicht nur durch eine radikale Verjüngungskur erreicht werden können, sondern es definitiv noch zusätzlich (evtl. in jeder Reihe?) routinierte Spieler bedarf.
Zumindest haben wir mit Ludovic Mangin und René van Eck zwei Hauptverantwortliche am Spielfeldrand, welche von der U16 bis zur U21 (fast) jeden Spieler persönlich gut kennen. Gewisse Spieler werden sicher regelmässig in der ersten Mannschaft zum Einsatz kommen. Hoffen wir also erneut auf frische Auftritte unseres FCZ – national, wie auch international.



Mai 2018

Der Präsident
Roger Charbon

 

Jahresbericht des Präsidenten 2016 / 2017

Fanclub-Rückblick

Kaum zu glauben, aber wahr. Unser FCZ-Fanclub 1896 feiert in diesem Jahr tatsächlich sein zehnjähriges Bestehen.
Dem Jubiläum gebührend erscheint auch unsere Homepage in neuem Glanz. Optisch verbessert und zeitgemäss angepasst, macht die frische Aufmachung viel Freude. Ein grosses Dankeschön an Flo, welcher unzählige Stunden in Fronarbeit verrichtete, um rechtzeitig auf unsere zehnjährige Fanclub-Geschichte ein fantastisches Produkt zu kreieren.

Zehn Jahre - diese Dekade beinhaltete vereinzelt auch turbulente Phasen, war aber insgesamt grösstenteils geprägt durch positive Aspekte. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich ein Fanclub über eine solche Zeitspanne hält, geschweige denn, sogar einen stetigen Mitgliederanstieg zu verzeichnet hat. Wer gedacht hatte, dass nach dem Abstieg des FCZ nun auch die Mitgliederzahlen nach Unten wandern würden, sah sich rasch getäuscht. Wohl, oder vielleicht gerade dem Motto folgend: „Jetzt erst recht!“.

Gabriela Charbon hat sich als Nachfolgerin von Michèle Hefti gut in ihr neues Amt als Kassiererin eingearbeitet. Die laufend aktualisierte Buchhaltung ist sehr sauber geführt und klar nachvollziehbar. Somit konnten wir die grosse Lücke betreffend Finanzposten im Vorstand mehr als zufriedenstellend schliessen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Gabriela.


Geprägt war das vergangene Vereinsjahr wiederum von den Events:
Das Kegeln verzeichnete mehr Teilnehmer als in den letzten Jahren und gipfelte mit dem erstmaligen, verdienten Sieger Martin Egger. Ebenfalls eine ansehnliche Anzahl von Mitgliedern folgte unserem Aufruf zum Bierfritz. Nebst den köstlichen Bieren erfreuten wir uns aber daran, dass Fritz sich entschloss, bei unserem Fanclub mitzumachen. Herzlich Willkommen! Selbstverständlich wurde dies mit einem zusätzlichen Bier noch gebührend begossen.
Ein weiteres Highlight sollte die Reise zum Cupspiel FC Basel-FCZ werden. Auch wenn wir leider aus dem Cup ausschieden, war das Drumherum doch amüsant – jedenfalls die Busreise. Unser Neumitglied Markus Wiedmer feierte auf der Rückreise zudem noch feuchtfröhlich seinen Geburtstag. Was sich allerdings z.T. um und im Stadion abgespielt hat, liess mich persönlich zum Entschluss kommen, für eine lange Zeit das letzte Mal in Basel gewesen zu sein.
Flo initiierte seit langem wieder einmal einen Jass-Abend im Schlachthof. Wir waren zwar nur zu viert, konnten so aber immerhin einen klassischen Schieber spielen. Ein weiterer Jassabend ist bereits geplant.
Wir verzichteten in diesem Jahr auf einen Pfingstgrill, da wir bereits einen besonderen Anlass für unser zehnjähriges Jubiläum geplant haben. Der grosse Tag steigt am Samstag 24. Juni 2017.
Das traditionelle Weihnachtsessen verlegten wir in den Januar, was neu einem Neujahrsessen entspricht. Nach der oft hektischen Weihnachtszeit eine Form, die bei unseren Mitgliedern gut ankam – viele waren dabei.
Ebenfalls lassen wir in diesem Jahr die Ausland-Fanreise weg. Stattdessen haben wir vor, ein FCZ-Match in der Schweiz zu besuchen - wiederum mit Übernachtung. Details folgen... (es geht nicht nach Basel ;-))


Dass sich viele Mitglieder verschworen haben, den FCZ jetzt erst recht zu unterstützen, zeigte sich auch bei der Vergabe der Saisonkarten. An der letztjährigen JHV beschlossen wir, die Preise gleich hoch zu belassen – einzig die etwas teureren Spitzenspiele würden wegfallen. Trotz Abstieg verzeichneten wir keinen Rückgang mit den Saisonkartenreservationen. Besonders erfreulich ist, dass wir in den letzten zwei Jahren auch einen erheblichen Mitgliederanstieg verbuchen konnten. So stieg die Anzahl während dieser Zeit um deren 14, auf aktuell 45 Mitglieder. Auch euch heisse ich im Namen des Vorstands ganz herzlich willkommen!

Rückblick zum FCZ – Sportlicher Teil


Nach der ersten, zweiten und sicher dritten Ernüchterung über den sportlichen Abstieg des FCZ in die Challenge League, mussten sich Verein, Staff sowie Fans zuerst einmal sammeln. Auch wenn sich dieses Szenario gegen Ende der Saison immer mehr abgezeichnet hatte, hielten sich viele von uns doch an dem letzten dünnen Strohhalm fest, nicht abzusteigen – vergebens. Ebenso schlimm waren die negativen Schlagzeilen sowie die Schadenfreude diverser Personen, vornehmlich aus dem GC-Lager.
Es hagelte an Kritik, die grössenteils auf die FCZ-Führung abzielte und in vielen Punkten auch berechtigt war. Jegliche Kommentare und Forderungen, die unter der Gürtellinie waren, ignorierte der FCZ zurecht. Ich durfte z.T. selber miterleben, wie die FCZ-Spitze versuchte zu reflektieren, Fehler analysierte und gewisse Personalentscheide fiel.
Beim FCZ, wie auch im FCZ-Umfeld war man sich einig: Ein sofortiger Wiederaufstieg ist Pflicht. Dass dieser jedoch nicht als Selbstläufer über die Bühne gehen würde, verstand sich von selbst. Nicht auszudenken, sollte der FCZ mehrere Saisons in der Zweitklassigkeit verweilen. Sportlich wie auch finanziell eine Bankrotterklärung eines Traditionsclubs. Dementsprechend mischten sich Unsicherheit mit Optimismus bei den Prophezeiungen für die anstehende Challenge League Saison und wir alle waren froh, als es endlich losging.


Der FCZ, auf vielen Positionen verändert, zeigte viele gute Spiele. Er vermochte den Gegnern meist sein Spiel aufzuzwingen und agierte als Favorit folglich dominant. Einige Spiele wurden aber auch zur Geduldprobe, da sich mancher Gegner hinten reinstellte und die Null halten wollte. Auch da zeigte sich, dass der FCZ nicht einfach kopflos anrannte, sondern auf seine Chancen wartete – meist erfolgreich. Es gab jedoch auch Spiele, die der FCZ am Ende gewann oder noch ein Remis holte, ohne dass die Mannschaft spielerisch wirklich zu überzeugen vermochte. Manchem Fan war dies egal. Hauptsache drei Punkte. Vielen aber ging es z.T. etwas zu leicht (auch mir), so dass man die positive Vorrundenbilanz (ungeschlagen!) doch etwas zu relativieren wusste (überraschenderweise auch Cillo Canepa). 12 Punkte Vorsprung sind ein schönes Polster, doch leider erst die Halbe Miete. Cillo mahnte, sich an namhafte Teams zu erinnern, die schon grössere Punktevorsprünge am Ende noch leichtsinnig verspielt hatten.

Tatsächlich verlor der FCZ in Genf gleich sein erstes Spiel der Rückrunde gegen Servette mit 1:2. Es folgte ein mageres 1:1 zu Hause gegen Xamax. Trotz Chancenplus und einem Mann mehr auf dem Platz, kassierte der FCZ tatsächlich noch den 1:1 Ausgleichstreffer. Der schöne 12-Punkte Vorsprung schmolz zwischenzeitlich auf sieben Punkte an. Von den vermeintlichen Mitkonkurrenten aus Aarau, Wil und Neuenburg, vermochte sich nach der Vorrunde nur Xamax zu halten. Servette fand erst etwas verspätet zu alter Spielstärke zurück und konnte nebst dem FCZ zum Glück auch Xamax ein Bein stellen.



So hatte der FCZ Anfangs April wieder ein beruhigendes Polster von neun Punkten auf Xamax vorzuweisen. Zudem war noch die Nachtragpartie in Aarau auszutragen, was verlustpunktemässig hiess, 12 Punkte Vorsprung sowie das um einiges bessere Torverhältnis als Xamax.

Das Spitzenspiel Ende April in Neuenburg endete 1:1. Der FCZ hatte genügend Chancen gehabt, den Sieg einzufahren und kassierte gegen Ende tatsächlich noch den Ausgleich. Anyway, der Vorsprung blieb unverändert bei neun Punkten auf Xamax.
Am 4. Mai fand endlich die Nachholpartie in Aarau statt. Man rechnete sich im FCZ-Lager bereits aus, danach 12 oder zumindest 10 Punkte Vorsprung auf Xamax vorweisen zu können – denkste! Der FCZ verlor mit 1:3 und ging damit zum zweiten Mal in der Challenge-League leer aus. Nachdem der FCZ gegen Le Mont siegte, lag der Punktevorsprung weiterhin bei neun Zählern.
Insgeheim fingen nun einige bereits an zu rechnen, wann der ersehnte direkte Wiederaufstieg auch mathematisch feststehen könnte: Bei noch verbleibenden fünf Spielen, also noch 15 zu holenden Punkten, hiess dies, dass der FCZ (vorausgesetzt Xamax und Zürich gewinnen ihre weiteren Spiele) am 20. Mai zuhause gegen Wil den Wiederaufstieg manifestieren könnte. Zuvor stand das Derby in Winterthur auf dem Programm. Der FCZ legte in der 2. Minute den Grundstein zum Sieg und gewann schlussendlich diskussionslos mit 3:0. Xamax gewann zuhause gegen Servette mit 1:0. Bereits vier Tage später (Englische Woche) empfing der FCZ die Genfer. Ein mehrheitlich uninspirierter Auftritt sowie ein fragwürdiger Elfmeter für Zürich, bescherte uns am Ende einen Punkt (1:1).


Da ein Tag später Schaffhausen gegen Xamax gewann, stieg der FCZ – quasi spielfrei – drei Spieltage vor Schluss wieder in die Super League auf! Vielleicht auch Ironie des Schicksals, dass wir so einen weniger emotionalen Aufstieg erleben durften, da wir ja ebenso unrühmlich abgestiegen sind? Immerhin konnte man die Sieges-Aufstiegs-Zigarre getrost bereitlegen und am Samstag den 20. Mai in den Letzigrund pilgern. Ein stark verjüngter FCZ bescherte den über 10'000 Zuschauern leider keinen Sieg und verlor mit 0:2. Nicht wenige Fans sahen im direkten Wiederaufstieg lediglich die Pflicht erfüllt und feierten denn auch weniger ausgelassen als auch schon.

An dieser Stelle noch ein Kompliment an Uli Forte, der es geschafft hat, das in Seenot geratene FCZ-Schiff wieder flott zu machen. Ob Forte auch für die kommende Super League Saison der richtige Mann ist?
Diese Frage ist durchaus berechtigt, wenn man den Fokus auf die Rückrunde legt. Betrachtet man jedoch die Vorrunde sowie die Erfüllung der Mission Aufstieg, dann hätte Uli Forte ohne Zweifel eine Chance verdient – wir werden sehen...        

Nebst der Meisterschaft durfte der FCZ auch die Gruppenphase der Europa League spielen, da wir als Cupsieger (trotz Abstieg) uns direkt dafür qualifiziert hatten. So kamen wir nebst dem Challenge League-Alltag in den Genuss von europäischen Spielen gegen die Türken aus Osmanlispor, Steaua Bukarest und Villareal. Der FCZ zeigte – entgegen vieler Prognosen – gute Leistungen und war bis zum letzten Spiel in der Türkei noch voll im Rennen um Platz Zwei, welcher fürs Weiterkommen gereicht hätte. Leider verlor man dieses Spiel und schied aus dem Europacup aus.

Man verpasste dadurch äusserst knapp die Chance, als erstes zweitklassiges Team in die KO-Phase zu gelangen. Gegen die spielstärkeren Teams, im Vergleich zur Meisterschaft, wurde unser „Dauerpatient Verteidigung“ wieder rückfällig. Auch wenn der oftmals überragende Torhüter Vanins (super Transfer gewesen) teilweise die Fehler seiner Vorderleute ausbügeln konnte, vermochte dieser dennoch nicht ganz unsere überalterte, langsame Defensive zu kaschieren.

Auch im Schweizer Cup zeigte der FCZ gute Leistungen und besiegte unter anderem den FC St.Gallen verdient mit 2:1. Es bestätigte, dass der FCZ klar ins Oberhaus des Schweizer Fussballs gehört. Dass es (noch) nicht ganz für die Spitze reicht, zeigte der Viertelfinal in Basel, wo der FCZ trotz 1:O Führung schlussendlich dem verdienten Sieger aus Basel wenig entgegenzusetzen hatte – auch hier nicht zuletzt infolge der anfälligen Defensive.

Ein kurzer Blick in die Super League (trotz FCZ-Absenz) sei hier erlaubt:
Der FC Basel dominierte auch in dieser Saison die Liga nach Belieben. Neun Runden vor Schluss hatte der FCB bereits 17 Punkte Vorsprung auf YB. So stand der FCB wieder vorzeitig als Schweizer Meister fest. Die Basler feierten den 8. Titel in Serie und kommen dadurch auf 20 Meistertitel, was zum Tragen eines zweiten Sterns berechtigt. Dauert diese Dominanz weiterhin so an, dann löst der FCB im Jahre 2025 GCN als Rekordmeister ab – rechne! Die gerade erwähnten Heugümper hätten fast das gleiche Schicksal wie der FCZ ein Jahr zuvor erlitten. Jedoch ergingen sie dem Abstieg am Ende (leider) doch noch. Naja, dafür gibt’s wieder ein Zürcher Derby!

Bleibt zu hoffen, dass der FCZ in der nächsten Saison ein Wörtchen um die europäischen Plätze mitreden kann und den ganz Grossen hoffentlich ein Bein zu stellen vermag. Zu mehr dürfte die Qualität des Teams wohl nicht reichen – aber warten wir’s ab, auch was die Transfers anbelangt. Natürlich wäre es schön, auch im Cup wieder unter die letzten Acht oder sogar ins Halbfinal einzuziehen. Freuen wir uns wieder auf namhafte Gegner, das Städteduell gegen Basel und das Zürcher Derby!
Wünschenswert wäre es, wenn es ähnlich ruhig ums Stadion zu und her ginge, wie in der Challenge League. Von diesem Aspekt her war die diese Saison äusserst erfreulich. Auch das grössere Zuschaueraufkommen konnte in diesem Ausmass nicht erwartet werden. Der FCZ verzeichnete etwa doppelt so viele Zuschauer, als GCN in der Super League.
Interessierte können sich die genauen Zahlen von Vorstandsmitglied Martin Egger beschaffen, welcher eine detaillierte Statistik führte.

Wenn der FCZ es schafft, einen attraktiven und frischen Fussball zu zelebrieren, dann werden es die Fans sicher danken.
Sollte die Clubführung die Lehren des damaligen Abstiegs richtig gezogen haben, dann dürfen wir – immer abhängig von den finanziellen Mitteln – in den nächsten Jahren wieder viel Freude am FCZ haben.

 

Mai 2017
Der Präsident

Roger Charbon